Pflicht zur Vermeidung eines Schadens durch von Bäumen ausgehenden Gefahren

Der Eigentümer bzw. der von ihm Beauftragte ist verpflichtet, den Eintritt von Personen- oder Sachschäden durch herabstürzende Bäume oder Äste zu vermeiden. Dabei reicht nach der Rechtsprechung zunächst eine zweimalige Sichtprüfung vom Boden her aus.

Verhindert werden muss nicht eine abstrakte, sondern nur die konkrete Gefahr. Erst wenn Anzeichen auf eine Krankheit z.B. durch Totholz oder Pilzbefall bzw. eine Bruchgefährdung bestehen, ist der Verkehrssicherungspflichtige verpflichtet, den Baum genauer zu untersuchen bzw. untersuchen zu lassen und gegebenenfalls zu fällen oder einzelne Äste zu entfernen.

Nach einer Entscheidung des BGH 04.03.2004 - II ZR 225/03 muss der Anspruchsteller bei der unterlassenen Ausübung der Verkehrssicherungspflicht nachweisen, dass bei der ordnungsgemäßen Überprüfung des Baumes der Schaden entdeckt worden wäre.
Grundlage dafür ist § 823 BGB Schadensersatzpflicht

Seit 1992 gibt es eine neue Methode zur Baumkontrolle: Das "Visual Tree Assessment", mit dem der Baumbruch baumschonend durch uns ermittelt werden kann.